Unsere Geschichte...

 

1933/34 – Gründung des Vereins

Um die Jahreswende 1933/34 musizierte das Gründungsmitglied Paul Stieglitz des öfteren im Gasthaus „Zur Traube“ in Stuttgart-Wangen. Sehr bald scharten sich junge Leute um ihn, kauften sich Handharmonikas und lernten eifrig unter seiner Leitung das Harmonikaspiel. So beschlossen sie, einen Verein zu gründen. Im Frühjahr 1934 wurde daraufhin der 1. Handharmonika-Club Stuttgart-Wangen e.V. gegründet.

 

Die erste Hauptversammlung des neuen Vereins fand im April 1935 statt, in der Paul Rückert als Vorstand gewählt wurde. Durch den immensen Aufschwung wurde gleichzeitig ein neuer Harmonikalehrer bestellt, Joseph Bauer, der bis 1979 im Verein tätig war. Durch die unermüdliche Arbeit des musikalischen Leiters und durch die strenge Zucht und Ordnung, die Paul Rückert in den Verein brachte, stieg die Mitgliederzahl beträchtlich. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zählte der Verein bereits 60 aktive und passive Mitglieder.

 

Leider schlug der zweite Weltkrieg schmerzhafte Wunden in die Reihen des Vereins. 17 Mitglieder kamen nicht mehr zurück und der Verein war bei Kriegsende praktisch nicht mehr vorhanden.

 

Als Joseph Bauer im Jahr 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkam, übernahm er sofort wieder die musikalische Leitung mit den Übriggebliebenen, und das Vereinsleben begann von neuem.

 

Ab 1950

Im Jahr 1954 feierte der Verein sein 20-jähriges Bestehen, konnte aber an diesem Tag leider nur noch zwei Gründungsmitglieder ehren. Junge Spieler drängten nach vorne und bald waren mehr als 100 aktive Jugendliche und Mitglieder des 1. Orchesters zu unterrichten. Es mussten zusätzliche Vizedirigenten engagiert werden, die hauptsächlich aus den Reihen des Vereins kamen (Heinz Brielmayer, Iris Scholz und Ruth Steigerwald).

 

Im Jahre 1958 leistete sich der 1. HHC Stuttgart-Wangen sein erstes elektronisches Akkordeon (Elektronium). Dieses Instrument konnte nur mithilfe einiger Vereinsmitglieder erworben werden, die dem Verein das hierfür benötigte Geld als zinsloses Darlehen zur Verfügung stellten. Das Instrument wurde Gerhard Schmid anvertraut.

 

Das 25-jährige Jubiläum im Jahr 1959 feierte der Verein zwei Tage lang. Am Samstag gab es ein Konzert im evangelischen Gemeindehaus und am Sonntag einen „Bunten Nachmittag“ mit bekannten Künstlern und anschließendem Tanz mit den „Klingenden Fünf“ in der Turn- und Festhalle (500 Zuhörer)

 

In den folgenden Jahren erhöhte sich die Mitgliederzahl stetig. Immer neue aktive und passive Mitglieder traten dem Handharmonikaclub bei. Gleichzeitig stieg das spielerische Niveau unter dem Dirigenten Joseph Bauer und den Vizedirigenten.

 

Ab 1970

Im Jahre 1974 feierte der Verein sein 40-jähriges Jubiläum feierlich in der Sängerhalle in Untertürkheim.

 

Ab 1980

Im September 1984 feierte der Verein unter der musikalischen Leitung von Valery Spitz sein 50-jähriges Bestehen mit einem Bunten Abend und einem Jubiläumskonzert in der Sängerhalle in Untertürkheim.

 

Bis ein neuer Dirigent gefunden wurde, leitete zur Überbrückung Jürgen Arndt das Orchester. Seit Frühjahr 1992 hat Iris Scholz die musikalische Leitung inne. Auch bei diesen Spielern spürt man immer noch den Spaß am Musizieren, der verbunden mit fleißigem Üben zum musikalischen Erfolg führt. Zwischenzeitlich sind auch Spielerinnen und Spieler des 1. Orchester im 2. Orchester musikalisch vertreten.

 

In dem bewegten Vereinsleben der vergangenen Jahre waren Reisen zum Zwecke des Kulturaustausches mit anderen Orchestern immer besondere Höhepunkte. Die weitesten und längsten Reisen führten 1976 und 1987 in die USA, wo der Verein u. a. beides Mal Gast des Westmont Philharmonia Accordion Orchestra unter der Leitung von Stanley Darrow war. Die zu dieser Zeit mit sehr großem Aufwand verbundenen Reisen wurden sogar im amerikanischen Funk und Fernsehen und in der Untertürkheimer Zeitung beschrieben.

 

Des Weiteren besuchte der Verein in den darauf folgenden Jahren Paris, Finnland, die CSSR (heute Tschechien), Straßburg und Südtirol. Bei allem Erleben auf diesen Reisen waren aber die intensiven Probearbeiten besonders wichtig.

 

Am intensivsten waren die Kontakte mit Straßburg. Bereits im Jahr 1979 begannen die gegenseitigen Konzerte. Auf Anfrage bei der Stadt Stuttgart nach Akkordeon-Clubs in den Partnerstädten von Stuttgart, meldete sich das Straßburger Orchester – der Beginn einer langen Freundschaft.

 

Auch mit der CSSR verband uns mit Herrn Vladimir Kebza und der Orchester-Vereinigung Hradec Kralové (Königgrätz) eine jahrelange Freundschaft, die 1981 mit dem Besuch des tschechischen Orchesters in Stuttgart begann. 1982 folgte dann der Gegenbesuch in Königgrätz (einschließlich eines interessanten Touristenprogramms), bei dem uns der „Kleine Chor“ des Sängerbundes Neckarhausen begleitete. 1990 folgte ein weiterer Austausch. Mit dem Tod von Vladimir Kebza 1996 endete leider diese Verbindung.

 

Ab 1990

Im Jahr 1994 wurde eine neue Satzung erstellt. Das Amt des Jugendleiters wurde neu aufgenommen. Das 60-jährige Jubiläum, zu dem ein eigener Festausschuss ernannt wurde, fand in der Untertürkheimer Sängerhalle statt.

 

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr der Wangener Maimarkt in der Ulmer Straße statt. Der Erlös der Tombola des HHC ging an die Kinderkrebshilfe im Olgäle.

 

Im folgenden Jahr versuchte man mit Unterstützung von Claus Gregustobires in der Wilhelmschule mithilfe einer Musik-AG neue Kinder und Jugendliche zum Akkordeonspiel zu animieren. 16 Schüler beteiligten sich, doch leider blieben die Bemühungen nach Ende des Projektes erfolglos.

 

Bei einem Wertungsspiel in Weissach zeigte das 1. Ochester 1995 sein Können. Weiterhin fand in diesem Jahr das erste Schülervorspiel im Hotel Post statt. Zum Jahresabschluss spielte das 1. Orchester für einen guten Zweck bei der Weihnachtsfeier in der Behinderten-Werkstatt der Caritas.

 

Das Jahr 1996 war von vielen musikalischen Höhepunkten geprägt. Zum einen fand ein Doppel-Kurkonzert in Bad Boll und Bad Urach statt. Weiterhin erreichte die Konzertabteilung unter der Leitung von Claus Gregustobires bei einem Wertungsspiel in Kornwestheim das zweithöchste Prädikat „ausgezeichnet“. Bei einem Benefizkonzert zugunsten des Hallenbads in Untertürkheim wirkte das 1. Orchester mit.

 

Im Jahre 1997 wurde der Grundstein für unsere musikalische Früherziehung, dem Musikgarten, von Petra Freitag gelegt. Besonderes Augenmerk legte sie hierbei auf die Ausbildung des musikalischen Verständnisses von kleinen Kindern. Weiterhin sollten den Kindern ein Gefühl für Takt und Rhythmik vermittelt werden. Der Musikgarten war der Anfang einer neuen Kinder- und Jugendarbeit, die heute große Früchte zeigt. Beim 70-jährigen Jubiläumskonzert 2004 wirkte das Kinderorchester „Die Tastenbande“ zum ersten Mal bei einem Konzert des Vereins unter der Leitung von Bettina Gregustobires mit. Sämtliche Spieler sind zuvor durch alle Phasen der musikalischen Früherziehung gegangen.

 

Eine Matinée in der katholischen Kirche in Obertürkheim und eine weitere Konzertreise nach Weiden mit Konzerten in Weiden und Marienbad rundeten das Jahr ab.

 

Auch im folgenden Jahr fand eine Matinée in der Wangener Begegnungsstätte statt. Reicher Kindersegen war dem Verein beschert, denn der Jahresausflug ins Heimatmuseum nach Winterbach fand mit 7 Kinderwagen statt.

 

Eine weitere Konzertreise nach Waldkraiburg mit verschiedenen Konzerten fand im Sommer 1999 statt. Auch wurde in diesem Sommer zum ersten Mal die Kulturreihe KiK – Kultur in der Kelter vom 1. HHC Stuttgart-Wangen ins Leben gerufen und veranstaltet. Seitdem findet diese Konzertreihe jedes Jahr in der Wangener Kelter statt.

 

Ab 2000

Auch im Jahr 2000 fand eine Matinée statt, diesmal mit Musik und Tanz. Der Erlös war zugunsten der Renovierung der Wangener Michaelskirche. Das 2. Orchester spielte beim Harmonikatreffen in Plochingen mit. In den folgenden zwei Jahren führte das 2. Orchester eine Matinée im Haus am Kappelberg auf, während das 1. Orchester diesmal seine Matinée auswärts in Bitz aufführte und dies gleich mit dem Jahresausflug verband.

 

2001 übernahm Elisabeth Duroska zum ersten Mal neun Kinder aus dem Musikgarten für den Akkordeonunterricht.

 

2003 kam eine weitere Lehrerin, Bettina Gregustobires, die Frau unseres Dirigenten, hinzu und unterrichtet seither Akkordeon und Melodika. Sie baute das neue Kinderorchester mit 16 Kindern auf.

 

Nach einigen musikalischen Gottesdienstbegleitungen in den letzten Jahren wurde 2004 eine Gospelmesse mit einem Gesangsquartett in der vollen Wangener Michaelskirche aufgeführt. In diesem Jahr verstarb plötzlich unser langjähriger Bassspieler Wolfgang Wundrack, der 30 Jahre aktiv im HHC war.

 

Ein Auftritt auf der Landesgartenschau in Kehl rundete den Vereinsausflug ab.

 

2005 übernahm Anemone Rückert die Kurse von der scheidenden Petra Multerer, die lange Jahre Jugendleiterin war, im Musikgarten Kurse leitete und nicht zuletzt viele Jahre im 1. Orchester und in der Konzertabteilung spielte. Petra Multerer zog ins schöne Allgäu.

 

Mittlerweile gibt es ein neues Jugendorchester, dessen musikalische Leitung Bettina Gregustobires innehat. Die Tastenbande, die aus jüngsten Spielern besteht, wird nun von Elisabeth Duroska dirigiert. Ein schöner Erfolg der Nachwuchsarbeit.

 

Einen zweitägigen Ausflug in den Schwarzwald konnte der Verein im Jahr 2006 unternehmen.

 

2006 und 2007 mussten wir auch von einigen treuen Weggefährten Abschied nehmen. Eleonore (Lore) Gackstatter, die fast 70 Jahre aktiv im Verein war, verstarb im Juni 2006 nach längerer Krankheit. Willy Joos, der im Gründungsjahr 1934 in den HHC eintrat verstarb im Februar 2007.

 

Erwähnen möchten wir noch die vielen Feste und Bewirtungen wie das Zigeunerfest, die Bewirtung auf dem Bärenschlössle und im Feuerbacher Tal und die Mitwirkung bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen in und um die Wangener Gemarkung.

 

Fortsetzung folgt !!! 

 

zurück zur Startseite                                                                  nach oben